Matthi Bolte

für grün begeistern.

Pressemitteilung: Jugendliche ernst nehmen – politische Beteiligung endlich ermöglichen!

Anlässlich der Senkung des Wahlrechtsalters auf 16 Jahre im Land Bremen erklärt Matthi Bolte, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion:

„Bremen zeigt, dass Politik junge Menschen auch ernst nehmen und als politische Wesen anerkennen kann. In Bielefeld sind wir noch meilenweit davon entfernt: Erst im Kommunalwahlkampf haben besonders CDU und SPD gezeigt, was sie in Jugendlichen sehen: Stimmvieh, das mit PrickelPits und Landgraf-Lutschern abgespeist werden kann.

Der dramatische Einbruch der Wahlbeteiligung bei Erstwählerinnen und Erstwählern zeigt, dass es keine Zeit zu verlieren gilt: Eine deutliche Senkung des Wahlalters wäre ein Signal, dass die Politik in Bielefeld in jungen Menschen nicht nur eine Störung der öffentlichen Ordnung sieht. Ebenso muss auch das Land folgen und das aktive Wahlrechtsalter deutlich absenken.

Bisher haben die anderen Fraktionen alle unsere Versuche, echte Demokratie zu ermöglichen, abgebügelt und weder junge Menschen noch andere Bevölkerungsgruppen an der politischen Willensbildung beteiligt. Stattdessen regiert noch immer der Hinterzimmerklüngel. Wir haben genug konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um Partizipation zu ermöglichen – z.B. durch regelmäßige Jugendforen. Ich hoffe, der neue Rat macht es besser als der alte und lässt diese Vorschläge nicht wieder in Unterausschüssen versanden.“

Wieder ohne Losglück

Ich hatte ja schon am Samstag angekündigt, dass ich meinen geplanten Redebeitrag für die Bundesdelegiertenkonferenz hier einstelle, falls ich nicht gezogen werde. Da ich das Glück nicht hatte, aber Euch die Rede nicht vorenthalten will, habe ich sie wie versprochen hier online gestellt. Wie üblich freue ich mich über Rückmeldungen und Diskussionsanstöße!

Auf geht’s! Ab geht’s!

Endlich ist es soweit: Meine Bewerbung für die Landesdelegiertenkonferenz Ende November in Hamm ist fertig, abgeschickt und wohlbehalten beim Landesverband angekommen. Damit habe ich das so für mich schwierigste schon geschafft, denn solche Bewerbungen schreibe ich überhaupt nicht gerne – vor allem, wenn ich nur 2000 Zeichen schreiben darf. Jetzt will ich Euch aber nicht weiter auf die Folter spannen: hier gehts’s lang zu dem guten Stück.

Da werden Prioritäten gesetzt

Die Uni ist ja immer für eine Überraschung gut, insbesondere das vielgepriesene Dezernat Facility Management. Der neueste Streich: Die aktive Bekämpfung von Audimin-Partys. Die gibt es nämlich noch, obwohl ja mit Studiengebühren, der reformbedürftigen Bologna-Umsetzung und Leistungsdruckklima schon fast zu vermuten wäre, dass an NRWs Hochschulen alles ausstirbt, was nicht der Humankapitalbildung dient.

Denn bei Studentischen Feiern geht es nicht nur darum, mal für ein paar Stunden was anderes zu tun als Wissen zu akkumulieren. Es geht auch um einen Beitrag zur Kultur junger Menschen. Die sollte auch an einer Uni noch vorkommen. Dass die Oberhausmeister vom Facility Management von junger Kultur anscheinend keine Ahnung haben, zeigt sich jetzt in aberwitzigen Auflagen für Audimin-Partys: Es soll u.a. eine Kaution von 5000 Euro hinterlegt werden (das entspricht übrigens den Studiengebühren von 14,28 Menschen), wodurch die VeranstalterInnen letztlich für jegliche Probleme während der Party haften sollen. Außerdem sollen die Partys um 1.00 Uhr enden. Das mag manche VeranstalterInnen von 8-Uhr-Seminaren freuen, ist aber mit Blick auf das Kulturverhalten junger Leute völlig weltfremd.

Eins wollte der Uni-Sprecher in der heutigen NW auf keinen Fall unter den Tisch fallen lassen: Die Westend-Party diese Woche findet selbstverständlich statt. Denn da geht’s schon längst nicht mehr um studentische Party-Kultur, sondern um Kommerz in den heiligen Hallen der Uni. Und der ist immer willkommen.

Es wird ernster

Donnerstag Abend hat der GRÜNE Kreisverband Bielefeld mir ein Votum für meine Kandidatur für den Landtag ausgesprochen. Mit 36 von 37 Stimmen (oder sagenhaften 97%, klingt noch toller!) wurde ich unterstützt. Ehrlich gesagt: Ich war  ganz schön aufgeregt, und bin umso glücklicher und erleichterter, dass die Unterstützung so riesig groß ist. Das gibt viel Kraft. Die brauchte ich auch, denn schon Freitag Abend ging es weiter im Kandidaturverfahren, nämlich beim Bezirksrat der OWL-GRÜNEN.

Auch der Bezirksverband unterstützt mich, und zwar mit dem ersten offenen Votum. Hierfür gab’s 13 von 14 Stimmen, und das ist bei insgesamt 10 BewerberInnen ein wahnsinniges Ergebnis, das ich ehrlich gesagt noch nicht ganz glauben kann.

So gestärkt kann ich nur sagen: Ich freue mich auf das weitere Verfahren bis zur LDK Ende November, bei der die Liste aufgestellt wird. Und ich freue mich natürlich total über Unterstützung.

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