Matthi Bolte

für grün begeistern.

Archiv für August, 2007

Ganztag statt Samstag!

Zu den Bestrebungen der Landesregierung, den Samstagsunterricht wieder einzuführen, erklärt Matthi Bolte, GRÜNES Mitglied im Schul- und Sportausschuss:

 „Die Grüne Ratsfraktion lehnt den Vorschlag der nordrhein-westfälischen Landesregierung, den Samstagsunterricht wieder einzuführen, entschieden ab. Ich bin überzeugt, dass Kinder und Jugendliche das Wochenende dringend brauchen, genauso wie ihre Familien und die Beschäftigten an den Schulen.

 Durch die Schulzeitverkürzung bei den Gymnasien entsteht der Druck, endlich den verbindlichen Ganztagsunterricht an allen Schulformen einzuführen. Mit dem Samstagsunterricht unternimmt die Landesregierung aber den Versuch, sich mit der billigsten Lösung aus der Affäre zu ziehen. So wird die Chance für einen dringend notwendigen Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik vergeben.

 Ich fordere von der Landesregierung, endlich aufzuwachen und sich den heutigen bildungspolitischen Anforderungen zu stellen. Und das heißt: Investieren, neue Lernräume schaffen und endlich den Ganztag zur Regel machen.“

Aufwachen, Herr Seidenberg

Zur heutigen Kritik des FDP-Kreisvorsitzenden Thomas Seidenberg an der Abschaffung des gegliederten Schulsystems erklärt Matthi Bolte, Mitglied im Schul- und Sportaus-schuss:

 „Aufwachen, Herr Seidenberg! Nach der SPD sollte auch die FDP aus ihrem jahrzehntelangen bildungspolitischen Tiefschlaf aufwachen und sich dem Konzept der Gemeinschaftsschule anschließen.

 Die GRÜNEN stehen schon lange zur Schule der Zukunft, in der länger gemeinsam gelernt wird. Und damit stehen wir ja nicht allein: Das gegliederte Schulsystem ist international ein Auslaufmodell, im den zahlreichen Systemvergleichen kommen die eingliedrigen Systeme stets besser weg.

 Herrn Seidenbergs frommem Wunsch nach mehr Unterricht steht im Übrigen die landespolitische Realität krass entgegen: Von den durch die FDP im Wahlkampf geforderten 8000 neuen Lehrerstellen haben nur 4000 den Weg in den Koalitionsvertrag gefunden. Und wie viele davon jemals in Bielefeld ankommen werden, bleibt fraglich.“