Matthi Bolte

für grün begeistern.

Archiv für Oktober, 2008

Update: Mit den Bielefelder Grünen nach Gorleben

Noch gut eine Woche, dann geht es los zur Großdemo gegen Atomlügen und die schwarzgelben Endlagerphantasien: am 8. November organisieren die Bielefelder Grünen einen Bus nach Gorleben. Wann es morgens losgeht, wird zeitnah auf www.gruene-bielefeld.de bekannt gegeben. Wer noch mitfahren möchte, sollte sich ganz schnell hier anmelden. Wir treffen uns in Gorleben!

Schulausschusssitzung mit Grünen Initiativen

In der gestrigen Schulausschusssitzung gab es wieder zwei Grüne Initiativen. Wir haben zum einen eine Anfrage gestellt, bei der es darum geht, ob in Bielefeld genügend Möglichkeiten bestehen, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Außerdem haben wir beantragt, dass die Verwaltung zur Finanzierung der OGS berichtet. Wir erwarten einen Vergleich der Finanzierungsstruktur in Bielefeld und anderen Städten und einen Erfahrungsbericht über die Einziehung der Elternbeiträge.

Hier findet ihr die Anfrage und hier den Antrag.

Ratsfraktion sucht ReferentIn für die Geschäftsführung

Die Ratsfraktion sucht zum 1. Januar eineN ReferentIn für die Geschäftsführung. Die Stellenausschreibung findet ihr hier.

Warum nicht gleich mit der CDU fusionieren, liebe BfB?

Der Grüne Kreisvorstand erklärt zu den Überlegungen der Bürgergemeinschaft, nicht bei der OB-Wahl anzutreten und der Weigerung von Johannes Delius, als Kandidat zur Verfügung zu stehen:

„Die Äußerungen des designierten Kandidaten Delius widersprechen den Kernaussagen der BfB mit denen sie ursprünglich angetreten ist, nämlich frei zu sein von parteipolitischen Rücksichtnahmen. Delius’ Argumentation läuft darauf hinaus, sich hinter dem Kandidaten der CDU zu verschanzen und damit Anhängsel der Partei zu werden, die in den letzten fünf Jahren nicht nur den Oberbürgermeister gestellt hat, sondern auch viele zentrale Beschlüsse  in Großer Koalition mit der SPD gefasst hat. Delius möchte nun mit dieser CDU einen fünf Jahre andauernden politischen Stillstand beenden. Wenn es dazu kommt, dass die BfB sich als Delius-Wahlverein erweist, die ihm nun treu auf dem Weg in die Landgraf-Gefolgschaft folgt, verabschiedet sich die BfB endgültig aus dem Rennen um die politische Gestaltung in unserer Stadt.
Schon bei der letzten Kommunalwahl bei der sie keine eigene OB-Alternative angeboten hatte, verzeichnete sie herbe Verluste und wir fragen uns, worin sie sich noch von der CDU abhebt, was ihr eigenständiges, unabhängiges Profil ausmacht.

Uns GRÜNEN hat jedenfalls die kurze Phase seit unserer Entscheidung für eine eigene Kandidatin, Marianne Weiß, schon darin bestätigt, dass sich die öffentliche Aufmerksamkeit weniger auf Parteien und Fraktionen als vielmehr auf die Personen konzentriert, die das höchste Amt der Stadt anstreben. Das ist insofern auch berechtigt, als die OB-Wahl in erster Linie eine Persönlichkeitswahl ist. Die Überzeugungskraft und Qualifikation der OB-Kandidat/innen ist eben nicht an Parteiblöcke und Parteistärke gebunden. Die Bielefelderinnen und Bielefelder sollten, trotz der undemokratischen Abschaffung der Stichwahl, im nächsten Juni die Wahl haben. „

Christoph Sundergeld, Vorstandssprecher

Wir brauchen eine Laborschule 2.0

Die SPD hat in der heutigen Ratssitzung die Erstellung eines Bildungsberichts für Bielefeld beantragt. Wir haben dazu einen Änderungsantrag vorgelegt und ich habe folgende Rede gehalten:

„Ein Bildungsbericht, wie Sie von der SPD ihn fordern, ist ein gutes und auch sinnvolles Instrument. Weil meine Fraktion guten und sinnvollen Dingen meistens recht aufgeschlossen gegenübersteht, werden wir auch zustimmen. Aber: es fehlt wieder einmal vieles in Ihrem Antrag.

Die Qualität eines Bildungssystems quantitativ zu bestimmen ist unmöglich. Wir können keine Bielefelder PISA-Studie in Auftrag geben, aber wir können mit den Menschen ins Gespräch kommen, für die wir ein Bildungsangebot machen. Die Kinder und Jugendlichen an den Bielefelder Schulen, die Jungen Erwachsenen an den Berufskollegs, und natürlich auch die Eltern – alle haben etwas zu sagen zu kommunaler Schulentwicklung. Natürlich sollten auch die Schulen mitreden. Und es gibt noch mehr Institutionen, die direkt mit der Schulentwicklung konfrontiert sind. Deswegen brauchen wir im Vorfeld des Bildungsberichts eine Phase der Partizipation aller relevanten Akteure.

 

Wenn wir schon über Politik im 21. Jahrhundert reden, dann will ich die Gelegenheit nutzen, sie aufzurufen, dass wir zu einem ganzheitlichen Bildungsbegriff kommen. Ganzheitliche Bildung bezieht alle Altersgruppen ein, nicht nur Schülerinnen und Schüler. Wir müssen auch weitermachen in der Diskussion, wie wir den Bildungsanspruch in den Bielefelder Kindertageseinrichtungen vorantreiben. Wir müssen stärker über lebenslanges Lernen reden. Und wir müssen die Schnittstellen besser verzahnen.

 

Das bedarf natürlich auch bildungsfachlicher Experimentierräume. Ich will das auf die Formel bringen: Bielefeld braucht eine Laborschule 2.0.“

 

Die komplette Rede findet ihr hier.

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