Matthi Bolte
für grün begeistern.Archiv fürErlebnisse
Ich weiß nicht, wieso…
…aber ich musste bei diesem Plakat an Pit Clausen denken. Gesehen hab ich es in Mönchengladbach, wohin ich zur Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND NRW reisen durfte.

Bildungsstreik in Bielefeld
Gute Demo, tolle Resonanz, bunt und vielfältig wie es sein soll. So war die Demo zum Bielefelder Bildungsstreik. Im Blog der Grünen Jugend Bielefeld gibt es einen längeren Artikel, weshalb ich mich jetzt fürs Erste auf das Video beschränke, das wir (deshalb ist die Qualität auch so eine Qual) bei der Demo gemacht haben:
Mal wieder so ein Fund…
und da sag noch mal wer, soziale Klasse und Extremismus zusammenhängen. Das Schild jedenfalls hängt auch, und zwar in Duisburg. Da war ich, weil die GRÜNE JUGEND NRW inzwischen 10 Jahre alt ist und das mal ordentlich gefeiert werden musste. Schön war’s. Genauso schön auch die Rückfahrt durch ein sonnenaufgehendes NRW. Manchmal mag ich dieses Land fast.

Erster Mai in Bielefeld
Eine runde Sache war sie mal wieder, die diesjährige Maidemo des Bielefelder DGB. Mit deutlich mehr Menschen als in den letzten Jahren, erfreulich! Wir GRÜNE waren stärker und vor allem deutlicher Vertreten, weil wir klar zeigen: den Green New Deal angehen, das heißt die Verbindung zu allen gesellschaftlichen Akteuren zu knüpfen, die mit uns diesen Weg beschreiten wollen.
Alltäglicher Erfolg
Manchmal frage ich mich, was eigentlich politische Erfolge ausmacht. Eine Geschichte, die mir diese Woche passiert ist, illustriert das vielleicht: Am Mittwoch Nachmittag hatte ich mal wieder Jugendhilfeausschuss. Dieser, im übrigen wirklich nette und in fast jedem Punkt echt Spannende Ratsausschuss hat in den letzten Jahren ziemlich zum Thema Kinderbetreuung gearbeitet. Sogar soviel, dass ich manchmal fürchte, dass wir ebenso wie von der Leyen und Laschet (deren Jugendpolitik sich auf Spaßveranstaltungen wie Projekt P und Berlin 08 oder billige PR-Gags wie den NRW-Jugendlandtag beschränken) die Jugendlichen in unserer Stadt aus den Augen verlieren. Wie auch immer: letzten Mittwoch unter Tagesordnungspunkt 5 hatten wir eine ganz schlichte und kurze Verwaltungsvorlage, in der wir mal eben den Ausbau der Tagesbetreuung für unter 3-jährige auf 35% Versorgungsquote bis 2013 beschlossen haben. Noch 2004, als ich mit Kommunalpolitik ernsthaft angefangen habe, wäre das wohl undenkbar gewesen. Jetzt geht das schwuppdiwupp über den Tisch.
Was mich wirklich erstaunt hat, war allerdings, dass die anderen Fraktionen zunächst gar nichts sagen wollten. Ich habe dann erzählt, dass ich ziemlich baff wäre, was sich in den letzten Jahren getan hat, dass sich in dieser Gesellschaft was verändert hat und dass zukunftsfähige Kinderbetreuung zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft dazugehört. Das ganze möglichst ohne den Wahlkampfhansel zu machen, und was ich gesagt habe, war auch ganz ohne Wahlkampfgetöse gemeint, sondern ganz ehrliche Begeisterung darüber, dass sich was tut.
Klar, die bessere Versorgung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir noch viel zu tun haben, wollen wir den Bildungsanspruch in der Tagesbetreuung stärker verankern. Das kann natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland für ein altes Auto 2500 Euro übrig hat und für ein Kind 100. Das kann auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir mal wieder 420.000 Euro als Stadt ausgeben, weil das Land NRW nicht in Gang kommt und die Kofinanzierung seit Kibiz sowieso nicht befriedigend ist. Aber alles in allem: gut ist es trotzdem. Und irgendwie auch spannend, dass manchmal riesige Fortschritte gemacht werden, ohne dass es einigen KollegInnen bewusst ist.





