Matthi Bolte

für grün begeistern.

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Schulausschusssitzung mit Grünen Initiativen

In der gestrigen Schulausschusssitzung gab es wieder zwei Grüne Initiativen. Wir haben zum einen eine Anfrage gestellt, bei der es darum geht, ob in Bielefeld genügend Möglichkeiten bestehen, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Außerdem haben wir beantragt, dass die Verwaltung zur Finanzierung der OGS berichtet. Wir erwarten einen Vergleich der Finanzierungsstruktur in Bielefeld und anderen Städten und einen Erfahrungsbericht über die Einziehung der Elternbeiträge.

Hier findet ihr die Anfrage und hier den Antrag.

Wir brauchen eine Laborschule 2.0

Die SPD hat in der heutigen Ratssitzung die Erstellung eines Bildungsberichts für Bielefeld beantragt. Wir haben dazu einen Änderungsantrag vorgelegt und ich habe folgende Rede gehalten:

„Ein Bildungsbericht, wie Sie von der SPD ihn fordern, ist ein gutes und auch sinnvolles Instrument. Weil meine Fraktion guten und sinnvollen Dingen meistens recht aufgeschlossen gegenübersteht, werden wir auch zustimmen. Aber: es fehlt wieder einmal vieles in Ihrem Antrag.

Die Qualität eines Bildungssystems quantitativ zu bestimmen ist unmöglich. Wir können keine Bielefelder PISA-Studie in Auftrag geben, aber wir können mit den Menschen ins Gespräch kommen, für die wir ein Bildungsangebot machen. Die Kinder und Jugendlichen an den Bielefelder Schulen, die Jungen Erwachsenen an den Berufskollegs, und natürlich auch die Eltern – alle haben etwas zu sagen zu kommunaler Schulentwicklung. Natürlich sollten auch die Schulen mitreden. Und es gibt noch mehr Institutionen, die direkt mit der Schulentwicklung konfrontiert sind. Deswegen brauchen wir im Vorfeld des Bildungsberichts eine Phase der Partizipation aller relevanten Akteure.

 

Wenn wir schon über Politik im 21. Jahrhundert reden, dann will ich die Gelegenheit nutzen, sie aufzurufen, dass wir zu einem ganzheitlichen Bildungsbegriff kommen. Ganzheitliche Bildung bezieht alle Altersgruppen ein, nicht nur Schülerinnen und Schüler. Wir müssen auch weitermachen in der Diskussion, wie wir den Bildungsanspruch in den Bielefelder Kindertageseinrichtungen vorantreiben. Wir müssen stärker über lebenslanges Lernen reden. Und wir müssen die Schnittstellen besser verzahnen.

 

Das bedarf natürlich auch bildungsfachlicher Experimentierräume. Ich will das auf die Formel bringen: Bielefeld braucht eine Laborschule 2.0.“

 

Die komplette Rede findet ihr hier.

Antrag zur Jugendkulturarbeit im nächsten Jugendhilfeausschuss

Die Diskussion über die Neuausrichtung der Kinder- und Jugendkulturarbeit geht in ihre Schlussphase. In der September-Sitzung des Jugendhilfeausschusses ist die Einrichtung einer Koordinierungsstelle unter dem Dach des Bielefelder Jugendrings beschlossen worden. Wie vielen von Euch bekannt ist, haben wir diese enge Anbindung der Kinder- und Jugendkulturarbeit an die festgefügten Institutionen der Bielefelder Kinder- und Jugendarbeit immer kritisch gesehen.

 

Wir wollen selbstorganisierte, freie und emanzipative Kinder- und Jugendkulturarbeit fördern, dabei bleiben wir. Aus diesem Grund bringen wir im Oktober einen Antrag in den Jugendhilfeausschuss ein, der weitere inhaltliche und strukturelle Präzisierungen vorsieht.

Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen!

Antrag im Sportausschuss

In der nächsten Sitzung des Sportausschusses (Dienstag, 16.9.) beantragen die Bielefelder Grünen einen städtischen Fonds zur Vor- bzw. Mitfinanzierung von Kursen zur Förderung von Bewegung, Sport und gesunder Ernährung. „Viele Kinder und Jugendliche in Bielefeld ernähren sich ungesund, treiben nicht genug Sport und bewegen sich zu wenig. Das muss sich ändern“, erklärt Matthi Bolte, Mitglied im Schul- und Sportausschuss.

 

Mittlerweile hat sich ein breites Kursangebot entwickelt, vielfach werden die Kursgebühren von durchschnittlich etwa 150 Euro auch durch Krankenkassen vollständig oder anteilig rückerstattet. „Das Problem, das wir jetzt angehen wollen, ist, dass die Kassen erst nach dem Kurs die Gebühren zurückerstatten, wodurch gerade Kinder aus finanziell schwächeren Familien ausgeschlossen werden. Gerade in diesen Schichten sind die Probleme, die aus einem ungesunden Lebensstil resultieren, aber besonders groß“, erläutert Bolte die Intention des Antrags.

 

„Dieser Fonds ist nicht als Konkurrenz zum „Bielefelder Kinderfonds“ der Stiftung Solidarität gedacht“,  ergänzt Fraktionssprecherin Inge Schulze. Dieser sei auf die Teilhabe am gesellschaftlichen, sportlichen und kulturellen Leben ausgerichtet. Der beantragte Fonds setzt direkt bei der Gesundheitsförderung an – „und das ist eine städtische Aufgabe“, findet Schulze.

Gemeinsamer Antrag für bessere Kitas in Bielefeld!

In der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses bringen meine Fraktion und die SPD jetzt einen gemeinsamen Antrag für eine Qualitätsoffensive in den Bielefelder Kindertageseinrichtungen ein. Er geht zurück auf unsere Initiativen im Rat im März. Mit der Qualitätssteigerung wollen wir dem Ziel „Wir werden familinefreundlichste Stadt in NRW“ einen großen Schritt näher kommen. Die einzelnen Arbeitsfelder sind:

-         Eltern stärken

-         Umwelterziehung

-         Gesundheit und Ernährung

-         Integration

-         Talente finden und fördern

-         Soziales Lernen

-         Bewegung und Sport

Darüberhinaus ist vereinbart, dass die Stadt Bielefeld die bestehende Anzahl von Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten zu erhalten.

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