Matthi Bolte
für grün begeistern.Archiv fürLutz Heilmann
Mal wieder ein Angriff auf die kreative Demokratie
Nach dem (mittlerweile) allseits unbeliebten Lutz Heilmann und der nicht weniger unbeliebten Deutschen Bahn fängt sich jetzt der Atomkonzern RWE den geballten Internetprotest ein. Was ist denn jetzt schon wieder los?, fragt sich geneigte Leserin, und findet folgende Geschichte: die saustarke Organisation urgewald hat eine Satirekampagne aufgelegt, mit der RWEs „Pro-Klima“ Angebot persifliert wird. Nachdem ich das mal genauer studiert habe, weiß ich zwar nicht, ob es tatsächlich noch Satire braucht, oder ob nicht langsam die kohlestaubdreckige Lüge vom klimafreundlichen Atomstrom satirisch genug ist. Aber wie auch immer: Für dieses

Motiv hat urgewald jetzt reichlich Zoff mit RWEs Werbeagentur. Das ist jetzt nicht mehr nur KundInnenbeschiss, sondern eine Attacke auf die Demokratie. Und dagegen sollte es Protest geben. Hier per Brief an den RWE-Vorstand, mit Bannern zum Einfügen auf Eurer Seite oder hier mit vielen weiteren Infos.
Freiheit für Wikipedia!
Richtig kreativ ist an diesem Wochenende Lutz Heilmann geworden. Wer das ist? Gut, bis heute kannte ich weder Mensch noch Namen, deshalb eine Kurzvorstellung. Heilmann ist MdB der Linken, ehemaliger hauptamtlicher Mitarbeiter der Stasi und angeblich (laut Berichten, er selbst bestreitet das) seit Oktober seine Immunität los, weil er seinen Ex per SMS bedroht haben soll. Darüberhinaus wurde behauptet, Heilmann betreibe einen Online-Sexshop.
Das ganze führt dazu, dass Heilmann mit der Unterstützung eines Gerichts dafür gesorgt hat, dass das Suchportal www.wikipedia.de (die eigentliche Wikipedia findet sich unter de.wikipedia.org) jetzt erst mal nicht mehr auf den Inhalt der Wikipedia verweisen darf. Er stört sich daran, dass in der Wikipedia diese Behauptungen und (sofern nachgewiesen) Tatsachen immer wieder eingearbeitet werden, obwohl sein Büro (oder sonst jemand, der/dem ein Bundestagscomputer zur Verfügung steht) diese Infos immer wieder fleißig löscht.
Mittlerweile formiert sich auch schon der Protest der Online-Gemeinde, z.B. in dieser Facebook-Gruppe. Wer sich direkt an Herrn Heilmann wenden möchte, kann ganz einfach eine Mail schreiben an lutz.heilmann@bundestag.de.
Übrigens: Herr Heilmann will nicht die Meinungsfreiheit einschränken!



